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HAUSAUFGABEN - eINE BEDIENUNGSANLEITUNG

Tipps und Tricks für eine entspannte Hausaufgabensituation

Mit der Einschulung eines Kindes fällt Eltern oder Bezugspersonen eine neue große Aufgabe zu: Die Bewältigung der Hausaufgaben. Neben Kuscheleinheiten, Spiel und Erziehung gilt es nun auch die schulischen Pflichten zu erfüllen, was nicht immer reibungslos verläuft und den häuslichen Segen manchmal schief hängen lässt. Weiterführend erhalten Sie ein paar einfache Tipps und Tricks für eine entspannte Hausaufgabensituation.

 

Vor Beginn müssen wir Erwachsene uns selbst an der Nase nehmen und uns fragen, wie denn unsere persönliche Einstellung zu schulischen Belangen aussieht. Haben wir vielleicht die eigene Schulzeit in negativer Erinnerung? Sind wir schon etwas genervt, weil eigentlich die Wäsche zu machen wäre und wir ausgerechnet jetzt die Hausaufgaben begleiten sollten? Kinder haben sehr feine Sensoren und spüren unsere Emotionen weit schneller und deutlicher, als Erwachsene. Versuchen Sie eine positive Grundhaltung einzunehmen, wenn Sie mit Ihrem Kind die Hausübung beginnen. Achten Sie auch darauf, genügend Zeit einzuplanen, um die Aufgaben in Ruhe zu bewältigen.

 

Obwohl die meisten Kinder Spaß an der Schule haben, kann so ein Schultag für sie ganz schön anstrengend sein. Umso wichtiger ist es, nach dem Unterricht eine Pause einzulegen - die Energietanks müssen wieder aufgeladen werden. Nur sehr wenigen Kindern gelingt es, die Hausaufgaben sofort nach der Schule zu erledigen. Nach dem Mittagessen tut es gut eine Spielzeit einzuplanen, draußen zu toben oder eine Runde spazieren zu gehen. Kinder erholen sich sehr schnell und der Kopf ist nun meist wieder für neue Aufgaben frei.

 

Können sich Kinder bei der Hausaufgabensituation nur schwer konzentrieren, lenken ständig ab oder stehen häufig auf, ist es wichtig den Arbeitsplatz genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein fixer Arbeitsplatz, wie ein Schreibtisch im Kinderzimmer, kann dabei sehr hilfreich sein. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Kindern leichter fällt sich zu fokussieren, wenn der Tisch an der Wand und nicht unter einem Fenster steht. Die Hoffnung, dass draußen etwas Aufregendes passiert, lässt den Blick häufig weg von den Aufgaben wandern. Wird die Hausübung am Küchen- oder Wohnzimmertisch gemacht, sollte trotzdem für ausreichend Ruhe gesorgt sein. Spielende Geschwisterkinder, das laufende Radio im Hintergrund oder ein klingelndes Telefon bringen Kinder sehr aus dem Konzept und der gedankliche Faden muss wieder von neuem aufgenommen werden - das kostet Zeit und Energie.

 

Die Hausaufgaben dienen der Festigung und der Wiederholung des in der Schule Gelernten. Daher gilt: Fehler dürfen gemacht werden und sind ganz natürlich. Wer am meisten aus Fehlern lernen will, muss diese selbst entdecken. Kinder profitieren deutlich davon, wenn man sie selbst Fehlerdetektiv sein lässt, anstatt ihnen sofort alles auszubessern. Da Fehler oft Übersehen oder Überlesen werden, kann es hilfreich sein, einen geschriebenen Text Wort für Wort rückwärts zu lesen und jeden Begriff deutlich unter die Lupe zu nehmen. Ein Hinweis durch die Eltern auf die Anzahl der Fehler spornt zudem an. Bei Älteren Kindern ist es nicht immer von Nöten dabei zu sitzen. Es gibt ihnen Kompetenz und Selbstsicherheit, wenn sie eigenständig nach Lösungswesen suchen dürfen.

 

Nach etwa 20 Minuten ist die Konzentrationsspanne fürs Erste erschöpft. Ist die Hausübung jedoch noch nicht fertig, tut es gut eine kurze, etwa drei bis fünf-minütige Pause einzulegen. Wenn Kinder kurz aufstehen, sich kräftig schütteln oder etwas trinken, können sie sich in der Regel besser konzentrieren, als, wenn sie bis zum Ende durcharbeiten.

 

Wir dürfen nicht vergessen, dass Vieles, das die Kinder gerade neu lernen, für uns altbekannt und logisch ist. Speziell in den ersten beiden Volksschuljahren sind Kinder noch sehr mit der Grafomotorik, also der Stiftführung und dem Schriftbild, beschäftigt. Verzeihen Sie daher bei schwierigen Aufgabenstellungen eine noch etwas wackelige Schrift - man kann nicht alles auf einmal schaffen.

 

Sollte die Hausaufgabensituation trotz Einhaltung der Tipps noch nicht entspannt gelingen und zur Belastung werden, können Sie mich gerne kontaktieren. In einem kostenlosen Erstgespräch suchen wir gemeinsam nach Lösungswegen, die speziell auf Ihre Familie abgestimmt sind.

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